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Beschwerden
Wie macht sich die koronare Herzkrankheit bemerkbar? Wie stellt man sie fest?
Die Durchblutungsstörung des Herzmuskels, die so genannte koronare Herzkrankheit, entsteht durch eine "Gefäßverkalkung", die Arteriosklerose. Die Arteriosklerose kann sich an den unterschiedlichsten Arterien entwickeln (Informationen zur Arteriosklerose in den Beinen finden Sie hier). Arteriosklerose bedeutet wörtlich Gefäßverhärtung, besser wäre "Gefäßeinengung". Dies zeigt die Abb.. Bei der Arteriosklerose wird zunehmend Wasser, Eiweiß und ganz besonders Fett, vorwiegend Cholesterin, in die Wand der Arterien eingelagert. Die Organe, die von der Schlagader versorgt werden, erhalten dann zu wenig Blut. Für Ruhebedingungen genügt dies zunächst, unter Belastung kommt es aber zu einem Durchblutungsmangel.
Findet sich die Gefäßverengung, die Arteriosklerose, an den Herzkranzschlagadern, den Koronararterien, so nennt man diese Erkrankung koronare Herzkrankheit. Bei einer Verengung der Koronararterien kommt es zu einer verminderten Durchblutung des Herzmuskels.
Die Herzkranzarterien besitzen zwar große Reserven, selbst Einengungen von 50-60% werden von ihnen verkraftet. Wenn allerdings die Einengung auf 70% und mehr ansteigt, reicht die Durchblutung nicht mehr aus. Anfangs macht sich das immer dann bemerkbar, wenn das Herz mehr Blut braucht, also unter körperlicher Belastung, beim Treppensteigen, beim Radfahren, beim schnellen Laufen oder auch unter psychischer Belastung, bei Aufregung, Freude oder Ärger.
Es kommt zu typischen Beschwerden, zum Druckgefühl in der Herzgegend, zur "Angina pectoris" (s. Abb.). Ein weiteres Anzeichen ist die Atemnot, vor allem unter körperlicher Belastung, z. B. beim Treppensteigen, da auch die Pumpleistung des Herzens gestört ist. Unbedingt darauf hinzuweisen ist, dass die Anzeichen einer koronaren Herzkrankheit auch völlig anders ausfallen können. Schmerzen aus dem Körperinneren meldet der Körper viel weniger zuverlässig als solche von seiner Oberfläche. Herzbeschwerden können deshalb auch sehr untypisch sein. Bei manchen Patienten macht sich ein Herzinfarkt in Form von Rücken-, Magen- oder auch Zahnschmerzen bemerkbar.
Viele "Herzbeschwerden" werden überhaupt nicht bemerkt. Wir sprechen dann von stummer Durchblutungsstörung bis hin zum stummen Herzinfarkt, der abläuft, ohne dass der Betroffene dies überhaupt feststellt.
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