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Blutkreislauf
Für die Durchblutungsstörungen des Herzens sind die Schlagadern (Arterien) von besonderer Bedeutung, denn an diesen findet die Arterienverkalkung Arteriosklerose) statt. Von der Hauptschlagader aus verteilen sich die Schlagadern in die verschiedenen Gefäßgebiete. Als Motor des gesamten Kreislaufs ist das Herz natürlich von besonderer Bedeutung.
Da unser Leben von der Technik bestimmt wird, bietet sich der Vergleich des Herzens mit einem technischen Motor (s. Abb.) an. Betrachten wir das Herz also als Vierzylindermotor, bestehend aus vier Abschnitten, die untereinander durch Ventile und Herzklappen verbunden bzw. getrennt sind, ähnlich den Motorventilen. Diese sind für die Strömungsrichtung des Blutes verantwortlich.
Den Aufbau des Herzens mit seinen Klappen (Ventilen) zeigt Ihnen die Abb.. Die Wand des Herzens wird vor allem durch den Herzmuskel, das Myokard, gebildet. Was uns am Herzen natürlich besonders interessiert, sind die Schlagadern, die das Herz selbst versorgen, die Herzkranzschlagadern oder Koronararterien.
Die Schlagadern, die sich als erste von der Hauptschlagader abzweigen, laufen direkt zum Herzen zurück und versorgen den Herzmuskel mit Blut. In der Abb. wollen wir die wichtigsten Herzkranzarterien kurz benennen. Durch die heutige Möglichkeit der Herzkatheteruntersuchung lässt sich sehr genau feststellen, wo bei Ihnen die Schwachstelle liegt.
In vielen Untersuchungszentren erhält der Patient eine genaue Landkarte "seiner" Gefäßeinengungen. Um dies zu verstehen, sollten Sie wissen, dass wir zwei (eine rechte und eine linke) Herzkranzschlagadern besitzen, die direkt an der Wurzel der Hauptschlagader abgehen. Die rechte Herzkranzarterie (Abkürzung RCA) läuft zur Rückwand des Herzens. Wird sie verschlossen, entsteht also meist ein Herzhinterwandinfarkt. Die linke Herzkranzschlagader verzweigt sich nach kurzem Verlauf (Hauptstamm) in zwei Äste, in den linken absteigenden LAD oder auch RIVA) bzw. den umschlingenden Ast (RCX), der ebenfalls zur Herzhinterwand verläuft. Der linke absteigende Ast versorgt vor allem die Herzvorderwand mit Blut. Bei seinem Verschluss kommt es daher zu einem Herzvorderwandinfarkt.
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