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Herzfunktion

Wie funktioniert das Herz?

Das Herz arbeitet als rhythmische Pumpe. Den Vorgang des Pumpens, das Zusammenziehen des Herzmuskels, bezeichnen wir als Systole, die Erholungsphase bzw. Erschlaffung als Diastole. Das Herz besitzt seinen eigenen Impulsgeber, den so genannten Sinusknoten (s. Abb.). Dieser gibt elektrische Impulse ab, die dann über ein spezielles Leitungssystem alle Teile des Herzens erreichen und dafür sorgen, dass diese stets gemeinsam arbeiten. Das Herz wird also gewissermaßen elektrisch gezündet. Obwohl es sich dabei um sehr schwache Ströme handelt, lassen sie sich von der Körperoberfläche ableiten. Der Arzt kann mit Hilfe des Elektrokardiogramms (EKG) die Funktion des Herzens überprüfen. Die Zahl der Impulse, die der Sinusknoten abgibt, bestimmt die Pulsschlagzahl. Jeder Pumpvorgang des Herzens löst eine Druckwelle aus, die als Puls an den Schlagadern, speziell am Handgelenk oder an der Halsschlagader, getastet werden kann.

Die Pulszahl und damit die Aktivität des Herzens muss der Gesamtaktivität des Körpers angepasst werden. Dies regeln zwei Nerven, die gewissermaßen das Herz an zwei Zügeln führen: der Sympathikus, der unseren Körper auf Aktivität einstellt, und der Parasympathikus, der für Erholung des Herzens und aller inneren Organe zuständig ist.

Entscheidend für die Gesamtarbeit des Herzens ist nicht nur die Frage, wie oft es schlägt, d. h., wieviel Blut es pumpt, sondern auch die Frage, mit welchem Kraftaufwand, also mit welchem Druck es das Blut durch die Adern treibt. Damit sind wir beim Blutdruck, dessen Messung zu jeder ärztlichen Untersuchung gehört. Der Arzt gibt dabei immer zwei Werte an, einen oberen und einen unteren. Was ist damit gemeint? Die Methode der Blutdruckmessung zeigt die Abb.. Wenn das Herz pumpt, drückt es mehr Blut in den Kreislauf, der Blutdruck steigt an. Der höchste Druck wird während des Zusammenziehens des Herzens erreicht, das wir als Systole kennengelernt haben. Der "obere" Druck wird deshalb auch als systolischer Blutdruck bezeichnet. Wenn das Herz erschlafft, fällt der Blutdruck wieder ab. Der unterste Wert während der Erschlaffungsphase, der Diastole, heißt logischerweise diastolischer Druck.




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