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Beseitigung von Verengungen

Die Beseitigung von Verengungen Inzwischen hat die moderne Medizin auch die Möglichkeit geschaffen, vorhandene Einengungen der Herzkranzschlagadern zu beseitigen. Dies kann mit und ohne Operation geschehen. Nichtoperative Möglichkeiten

1. Ballondilatation
Bei den nichtoperativen Möglichkeiten ist die wichtigste heute die Ballondilatation, fachmännisch als PTCA = perkutane transluminale Koronarangioplastie bezeichnet. Dieser Bandwurm besagt, dass ein Katheter durch die Haut über die Schlagadern bis zum Herzen vorgeschoben wird. Dann wird ein an der Katheterspitze vorhandener Ballon mit hohem Druck aufgeblasen (s. Abb.). Dieser drückt gewissermaßen die einengenden Massen in die Gefäßwand zurück. In diesem Zusammenhang tauchen immer wieder viele Fragen auf: Wie hoch ist der Druck? Warum platzt das Gefäß dabei nicht?

Tatsächlich werden sehr hohe Druckwerte von bis zu 10 atü erreicht, Ihr Autoreifen steht zum Vergleich nur unter einem Druck von 2 atü! Die Tatsache, dass das Gefäß dabei nicht platzt, liegt in der Form des Ballons begründet, der einfach nicht weiter aufgeblasen werden kann. Trotzdem kann es dabei in seltenen Fällen passieren, dass sich ein Stück der Ablagerungen von der Wand löst, die Schlagader verschließt und so zum Herzinfarkt führt. Deshalb steht bei einer solchen Ballondilatation immer ein Herzchirurg in Bereitschaft, um im Notfall eingreifen zu können. Der Patient muss aber auch wissen, dass eine solche aufgeweitete Stelle wieder zuwachsen kann. Dabei handelt es sich nicht um eine neue Gefäßverkalkung, sondern um eine Wundreaktion. Wie man von einer Hautwunde weiß, beginnt das verletzte Gewebe zu wachsen. Dieses Wachstumsgewebe kann in ungünstigen Fällen die Schlagader erneut verschließen. Das geschieht innerhalb des ersten halben Jahres, besonders häufig nach 4-12 Wochen. Wenn dies der Fall ist, so muss erneut aufgeweitet werden. Ist bei Ihnen also eine Ballondilatation vorgenommen worden und innerhalb der ersten Wochen bzw. Monate treten Beschwerden auf, sollten Sie auf keinen Fall abwarten, sondern sofort den Arzt aufsuchen, um mit ihm darüber zu sprechen.

2. Sonstige nichtoperative Optionen
Inzwischen stehen noch andere Möglichkeiten zur Verfügung. Die wichtigste unter Ihnen ist die Rotablation, bei der mit einem Bohrer mit sehr hoher Geschwindigkeit die Einengung weggefräst wird.

Das Ausbohren eines Gefäßes mit Hilfe der Lasertechnik ruft in den Medien oft große Aufmerksamkeit hervor. In zahlreichen kardiologischen Zentren wird gewissermaßen noch experimentiert. Der Wissensstand der einzelnen Zentren ist unterschiedlich, man muss sich auf die Erfahrung des jeweiligen Zentrums verlassen. Das Neueste muss nicht immer das Beste sein.

Eine Möglichkeit, die sich inzwischen weitgehend durchgesetzt hat, ist der Einsatz eines so genannten Stent. Dabei wird in die eingeengte Stelle ein kleines Drahtröhrchen eingepasst, das verhindert, dass das Gefäß zuwächst. Man wird diese Methode durchführen, wenn von vornherein absehbar ist, dass eine Ballondilatation nicht zum Erfolg führt oder wenn es wiederholt zu Einengungen gekommen ist. Auch ein Stent kann zuwachsen, allerdings deutlich seltener als eine durch Ballondilatation geweitete Stelle.

Operative Möglichkeiten

Bypass-OP
Ist eine PTCA nicht möglich, so besteht als weitere Alternative die Bypass-Operation (Abb. 19). Die Bypass-Operation wird immer dann nötig, wenn eine Ballondilatation wegen zu vieler oder ungünstig gelegener Engstellen nicht möglich ist. Zu diesem Zweck wird ein Stück Vene aus dem Unterschenkel entnommen und unter Umgehung der Engstelle eine Verbindung zwischen der Hauptschlagader (Aorta) und der Herzkranzarterie geschaffen. Durch den hohen Druck in dem Blutgefäß wandelt sich dann im Laufe der Zeit das Bypass-Gefäß in eine Schlagader um. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Schlagader von der Brustwand zu lösen, die dort offensichtlich nicht gebraucht wird, die so genannte Arteria mammaria interna, und diese mit einer Herzkranzarterie zu verbinden. Diese Technik ist zwar für den Chirurgen sehr aufwendig, bringt aber die besten Ergebnisse.













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