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Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
Denken Sie daran: Herzmedikamente da bei der Entstehung einer Herzdurchblutungsstörung zahlreiche Ursachen zusammenspielen (siehe Risikofaktoren), muss der Patient häufig mehrere Medikamente einnehmen, die wir hier nicht alle besprechen können. Wir wollen vor allem auf die Medikamente eingehen, die das Herz und die Herzmuskeldurchblutung direkt beeinflussen. Falls noch Fragen offen bleiben, sprechen Sie hierüber mit Ihrem Arzt.
Medikamente mit Einfluss auf die Blutgerinnung.
Wie besprochen spielt bei der Entstehung des Herzinfarkts die Blutgerinnung eine wichtige Rolle. Oft ist es ein Blutgerinnsel, das eine Herzkranzarterie endgültig verschließt. Beim Patienten mit einem frischen Herzinfarkt versucht daher der Arzt, das Blutgerinnsel durch in die Vene geleitete Medikamente aufzulösen (lysieren). Dies ist natürlich nur dann zu erreichen, wenn der Patient möglichst schnell ins Krankenhaus kommt. Sind schon große Teile des Herzmuskels abgestorben, so kommt eine Auflösung zu spät.
Hat ein Patient den Verdacht, es könne bei ihm ein Herzinfarkt vorliegen, sollte er sich daher so rasch wie möglich zum Arzt begeben und von diesem schnellstens in ein Krankenhaus eingewiesen werden bzw. der Patient sollte sich direkt ins Krankenhaus bringen lassen, am besten innerhalb der ersten 1-2 Stunden nach Einsetzen der Beschwerden.
Wenn ein Patient herzinfarktgefährdet ist und einem ersten oder auch einem zweiten Herzinfarkt vorgebeugt werden soll, so versucht der Arzt, die Blutgerinnbarkeit herabzusetzen. Am häufigsten setzt man heute die Acetylsalicylsäure ein, abgekürzt ASS, die Ihnen schon seit Großmutters Zeiten als Schmerz- und Fiebermittel bekannt ist. Die Menge, mit der man Einfluss auf die Blutgerinnung nehmen kann, ist wesentlich geringer als bei Kopfschmerzen oder Fieber. Im Allgemeinen kommt man mit 100 mg pro Tag völlig aus. Als Nebenwirkungen können Magenbeschwerden bis hin zu Magenblutungen auftreten. Darüber sollte man mit seinem Arzt sprechen.
Es gibt als Ersatzmöglichkeit spezielle Präparate, die erst tiefer im Darm aufgelöst und aufgenommen werden. Die Behandlung mit ASS stellt heute eine Standardmethode dar, fast jeder Patient nach einem Herzinfarkt oder einer Bypass-Operation sollte dieses Medikament lebenslang einnehmen.
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